Verantwortung für verschiedene Lebensbereiche übernehmen – Was ich in letzter Zeit gelernt habe

In den letzten Wochen haben mich immer wieder die Fragen:
„Was ist wesentlich?“
und
„Was kann ich direkt selbst beeinflussen?“
beschäftigt.

 

Ich glaube, es geht gerade vielen so.

 

Heute möchte ich auf ein paar meiner Beobachtungen, Gefühle, Gedanken und Veränderungen eingehen. Oder zumindest mit ein paar Punkten davon beginnen – mit ein paar ganz Bodenständigen und Einfachen. Im Weiteren werde ich noch andere Punkte beschreiben.

 

Freundschaften & Familie

 

Ich kann mich daran erinnern, wie ich während dem Lockdown in der ersten Zeit, wo man die Wohnung nicht verlassen hätte sollen und niemanden treffen sollte versteckt durch den Wald ging, um mich mit einem guten Freund zu treffen. Er ging durch die Stadt durch Innenhöfe und möglichst nicht befahrene Straßen, damit er nicht von der Polizei angehalten wird.

Als wir es zu unserem Treffpunkt schafften, saßen wir gemeinsam unter einem großen Feld auf einem Hügel voller Baumstämme, wo wir raufkletterten und eine Tasse Warmgetränk von zuhause tranken. Wir genossen die ersten Sonnenstrahlen, schauten auf Bäume und Berge und waren einfach dankbar, dass wir an einem so schönen Ort wohnen. Das Treffen war besonders, denn wir unterhielten uns darüber, was uns beiden ein solches Treffen bedeutet.

 

Ich kam zum Schluss, dass es außer uns Selbst, einem schönen Ausblick, einer Sitzmöglichkeit, einem Getränk und frischer Luft nichts braucht, damit ein Treffen wundervoll ist.
Wir konnten uns ganz auf alles einlassen, was wir gerade fühlten. Teilten das, was in uns gerade vorging und beobachteten dabei die Natur.
Obwohl wir theoretisch unfrei waren, fühlten wir uns innerlich frei.

 

Dennoch stellte ich mir gerade anfangs dieser Zeit die Frage, ob es richtig sei, einen Freund zu treffen, da es ja „verboten“ war. Es waren interessante Beobachtungen meiner Gefühle und Gedanken. Ich fühlte mich wie ein Kind, das die Erlaubnis der Eltern brauchte, wenn es etwas Bestimmtes unternehmen wollte.

 

Anfangs fühlte ich mich wie in Fesseln. Wie in einem Gefängnis.

Doch, als ich wieder fühlte, dass ich ein freies Wesen bin, begann ich zu erkennen, dass ich selbst darüber entscheiden kann, ob und mit wem ich mich wann, wo und wie treffe.


Als ich fühlte, dass es mir wichtig war Freunde und die Familie zu treffen, machte ich es einfach und fühlte mich gut dabei. In den Monaten darauf habe ich alle „Maßnahmen“ vergessen und wurde nur in den Momenten daran erinnert, als ich Fragen gestellt bekam.

 

Die Situation mit Corona hat auch viel Positives, da eine tiefgreifende Veränderung meines Inneren stattfand und noch immer stattfindet. Es ist eine Chance wahre Werte zu erkennen, leben und dazu zu stehen.

 

Ich bin noch präsenter bei jedem Treffen,
entscheide bewusster, wen ich wirklich treffen möchte,
gestalte die Treffen sehr natürlich, da ich die meiste Zeit im Freien bin
und ich wertschätze meine Freunde, Familie, meinen Partner, die Natur und die Tiere noch viel mehr.
Ich bin sehr dankbar Menschen um mich zu haben, die ich liebe und die mich lieben.
Ein paar davon werden meine Worte jetzt gerade lesen. Also sage ich Dir ganz persönlich:
Danke, dass es Dich gibt. Es ist so schön, Dir zu begegnen.

 

Zuhause

 

Seit speziell einem Jahr ist vieles von dem manifestiert worden, was ich als Vision für mein Zuhause hatte. Die Vision ist über einige Jahre hinweg entstanden und die letzte Zeit war wie ein Katalysator für die Manifestation von vielem, was mir wichtig ist. Was mich begeistert und beflügelt ist, dass ein Zuhause für mich immer in Veränderung ist. Die Entwicklung bewusst mitzuerleben erfüllt mich mit Dankbarkeit.

 

Die Vision von dem, was ich unter einem Zuhause verstehe und wie ich mich darin fühle, ist sehr groß. Daher gibt es immer kleine Schritte zu gehen. Durch die kleinen aber konstanten Schritte nähere ich mich meiner Vision immer mehr. Das Schöne ist, dass ich mich immer mehr in den einzelnen Schritten fallen lassen kann und dem, was gerade entsteht vertraue. Vorher war ich noch etwas ungeduldig, was das Umsetzen meiner Visionen betrifft.

 

Doch jetzt fühle ich die Vision so stark in mir, dass ich genau weiß, dass ich bereits dabei bin, sie zu manifestieren. Durch diese veränderte innere Haltung und das intensive Gefühl dazu kann ich mich dem Weg selbst besser hingeben.
Der Weg fühlt sich lebendig an. Die Vision nährt mich am Weg.

 

Was sich auch verändert hat ist die Art und Weise, wie ich mit meinem Zuhause umgehe. Hier bin ich viel weicher und weiblicher geworden. Ich pflege und nähre die Räumlichkeiten. Ich schenke ihnen Aufmerksamkeit und Liebe. Dadurch fängt das zuhause von innen heraus an aufzublühen. Es strahlt mehr, die Energie wird fröhlicher und heller. Die Luft wird leichter. Die Freude beim Pflegen und Nähren wächst täglich. All das gilt für mein inneres Zuhause und das äußere Zuhause.

Ich sehe, wie ich es mittlerweile liebe die Verantwortung für mein Zuhause zu übernehmen und bemerke, wie dadurch alle Beziehungen beginnen noch mehr aufzublühen und wie neue Beziehungen entstehen.

 

Das eine wirkt sich auf das andere aus. In dem Moment, wo ich das Zuhause im „Außen“ pflege, achte, wertschätze und mich darum kümmere, kümmere ich mich auch mehr um das Zuhause in meinem „Inneren“. Und all das wirkt sich automatisch auf andere Lebensbereiche aus. Immer. Wo Lebensenergie hineingegossen wird, entsteht etwas Lebendiges, was mich wiederum nährt. Wenn ich wo bin und genährt bin, inspiriere ich andere in ihrem Leben auch mehr Nahrhaftes hineinzugeben und sich dem Nährenden zu öffnen.

 

Insgesamt kann ich sagen, dass ein Zuhause ein Ort der Reinheit für mich ist, an dem ich das, was nicht dort hingehört achtsam raus nimm und das, was dort hingehört hinein gib. In meinem Inneren gestaltet es sich ähnlich. Ich schaue mir das an, was nicht stimmig ist und indem ich mich damit auseinandersetze, es erkenne und fühle, transformiert es sich. Es wächst durch meine Aufmerksamkeit das, was ich beispielsweise durch Gefühle und Bilder nähre.

 

Berufung

 

Durch das Lernen, wie ich mein Zuhause pflegen und meine Liebe in es hineinströmen lassen kann, lerne ich gleichzeitig, wie ich meine Berufung leben möchte.

 

Ich lerne, dass ich auch hier in jede Botschaft, jedes Wort, jedes Bild, jedes Projekt und auch in alles, was ich von Freunden, Bekannten und Experten teile, genauso wie Zuhause mein Gefühl mit hinein fließen lassen kann.

 

Dadurch erhält alles, was ich mit euch teile meine individuelle Signatur. Ich hauche dem, was ich gestalte und manifestiere Leben ein. Ich bemerke immer mehr, dass ich nicht einfach „Inhalte produzieren“ will, sondern auf mein Gefühl hören darf, wann die Zeit für einen gehaltvollen Inhalt reif ist. Und so komme ich gleich zum nächsten Bereich. Einen meiner wohl größten Lehrmeister.

 

Der Garten

 

Schon in meinen Kindheitsträumen sah ich mich immer wieder zwischen verschiedenen Pflanzen sitzen. Ich sah mich in meinen Visionen dabei, wie ich im Garten an verschiedenen Plätzen saß und von dort aus arbeitete. Wie ich von diesen Plätzen aus schrieb, malte, sang, trommelte, in mein Innerstes reiste, träumte, mir weitere Visionen ausmalte und diese im Garten fühlte. All das ist jetzt wirklich so. Ich lebe es immer mehr. Ein Garten ist für mich etwas vom Berührendsten überhaupt. Schon als Kind bewunderte ich die Gärten von einigen Nachbaren. Die Farbenpracht und Pflanzenvielfalt brachte mich an jedem Tag zum Strahlen.

 

Immer, wenn ich an bestimmten Gärten vorbeiging, war ich innerlich so fröhlich. Ich genoss es. Diese Art der Betrachtung und Bewunderung ist mir in all den Jahren geblieben. Mein Blick und Gefühl ist offen für all das Leben, das uns umgibt.

Mein Herz ist warm vom Anblick der lebendigen PflanzenWelt.

 

Im Garten rund um unser Haus darf ich mich jetzt vor allem seit letztem Jahr frei austoben. Mein Verantwortungsbereich ist langsam vom Inneren des Hauses ins Äußere übergegangen und ich erkenne immer besser, was wann wo zu tun ist und wann der richtige Zeitpunkt für was ist. Es ist ein intuitives Entstehen und Sein lassen. Dadurch lerne ich so Vieles. Es kommt sowohl den Beziehungen, als auch der Berufung zu Gute. Und dem Lachen im Herzen sowieso.

 

Gepflegtheit & Auftreten

 

Pflege und ein wertschätzender Umgang ist mir nicht nur bei den oben genannten Bereichen wichtig, sondern auch, wenn es um den Umgang mit meinem Körper geht. Ich habe vor allem in den letzten Wochen erkannt, wie wichtig mir die Farben und Materialien bei meiner Kleidung sind und was es innerlich mit mir macht. Die Kleidung und ein gepflegtes äußeres Erscheinen unterstützen mich beim Umsetzen meiner Visionen, da es mein inneres Gefühl und das, was ich gerne erfahren möchte, verstärken kann. Lange dachte ich, es sei egal, was ich anhabe oder wie ich herum laufe. Doch es hat sich herausgestellt, dass ich ganz andere Erfahrungen mache, wenn ich das, was ich trage und wie ich ausschaue, liebe. Denn es zeigt, dass ich nicht nur auf die oben genannten Bereiche achte, sondern auch auf mich selbst oder mein „Körper-Haus“. In diesem Leben hier gehört der Körper mit dazu. Auch die Bewegung, die meinen Körper fit hält. Oder die Ernährung, die ihn in seinen Funktionen gut unterstützt.

 

Insgesamt habe ich in letzter Zeit gelernt meine Liebe, Wertschätzung und Achtsamkeit noch mehr fließen zu lassen. Und dafür bin ich sehr dankbar.

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