Ein Jahr zu Fuß unterwegs – Erfahrungsbericht

Seit meinem 19. Lebensjahr hatte ich ein eigenes Auto und konnte überall hin reisen. Letztes Jahr veränderten sich mein Inneres und meine Werte grundlegend. Es fand und findet eine Art Reset bisheriger Gewohnheiten statt. Ich fühle so gut es mir möglich ist, woher ein Impuls kommt und aus welchem Grund ich eine Handlung mache. Mein Weltbild verändert sich in jedem erdenklichen Eck. Im Bereich InnenWelt Forschung gehe ich auf meine gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen ein. Ich werde unterschiedliche Blickwinkel meines Lebens beleuchten. Dieser Bereich wird also sehr vielfältig. Heute berichte ich über mein Jahr ohne Auto.

 

Nach einem kleinen Auffahrunfall stellte ich meinen Jugend-Traum, den ich 2018 manifestierte, in Frage. Zwar hatte ich eine wunderbare Zeit mit einem Auto, welches optisch und fahrtechnisch exakt meiner Visualisierung und meinem Gefühl dazu entsprach, welche ich mit meinen damals 15 Jahren ausgiebig zu manifestieren wünschte – doch ich fühlte, dass diese Zeit und der Traum nun in sich rund und abgeschlossen waren.

 

Als ich auf meinem 5-minütigen Weg nach Hause war, sah ich kurz vor meiner Ankunft etwa 8 Autos, welche auf einer sehr steilen Straße standen, da sie alle zusammengestoßen waren. Da bemerkte ich, wie der Lenker vor mir und ich gleichzeitig reagierten und stark bremsten. Doch ich fuhr ihm leicht auf. Er hatte keinerlei Schaden, die Mutter vom Lenker stieg jedoch sehr emotional geladen aus und stauchte mich zusammen. Ich war innerlich überraschend gelassen und beobachtete mein Verhalten. Schnell konnte ich sie beruhigen und da es keinen Schaden gab, fuhr ich nach Hause. Schon zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes wusste ich innerlich, dass die Zeit mit dem Opel Astra abgelaufen war. Ich wusste von da an, dass ich bald kein Auto mehr haben würde, weil ich die Entscheidung innerlich im Grunde genommen bereits vor dem Auffahrunfall traf. Das war nun noch der letzte ‚Stoß‘.

 

Erst am nächsten Tag bemerkte ich, dass bei meinem Opel Astra ein Schaden entstanden war, den mehrere Fachmänner nicht reparieren konnten. Eine Klappe verschob sich ab und an und bereits durch ein paar mm Verschiebung starb das Auto ab. 

 

Nach einer letzten ausgiebigen Autoreinigung verkaufte ich es an einen Mechaniker. Zuvor widmete ich etwa alle 2 Wochen einen Teil meiner Zeit um das Auto innerlich und äußerlich zu reinigen und ihm einen schwungvollen Glanz zu verleihen. Das entspannte und freute mich und ich liebte das schon als Kind. Damit verdiente ich mir das erste Sommer-Taschengeld. Das (schnelle und kurvenreiche) Fahren mit Blick auf verschiedene Landschaften war später sowiese eine meiner Passionen. Bevor ich den Führerschein hatte, spielte ich Autospiele und tunte die Autos gerne. Ja, das sind Aspekte von mir, die dir bisher wahrscheinlich unbekannt waren. 😉

 

Der Abschied stimmte mich traurig, doch ich nahm bewusst die Herausforderung an nach 10 Jahren Auto-Erfahrung zu Fuß unterwegs zu sein. 

 

Mit meinem Rucksack ging ich zu jeder Jahres- und Tageszeit durch den Wald in die Stadt oder in verschiedene Ortschaften. Selbst diverse Einkäufe machte ich zu Fuß. Ich erforschte und erkundete neugierig neue Wege und sah alte Wege aus neuem Blickwinkel, da ich durch die Autofahrten Vieles übersah und nun Details entdecken konnte, die sich nur zu Fuß wahrnehmen lassen.

 

Es ist eine interessante Erfahrung, denn ich konnte mich am Weg zu einem Ziel sehr gut beobachten. 

Ich ging meist mit einem gesetzten Ziel los und der Weg selbst gestaltete sich jedes Mal anders. Ich ging entspannt und beobachtete die Natur, kam viel besser bei mir an und war geerdeter. Manchmal war ich ungeduldig und wollte schnell am Ziel sein. Manchmal genoss ich starken Regen auf meiner Haut. Manchmal war es sehr kalt und windig. Manchmal war es total heiß und ich musste viel Wasser trinken. Es waren fast alle mir bekannten Wetterbedingungen gegeben. 

 

Auch innerlich fühlte ich mich verschieden. Mit jedem Schritt wurde mir klarer, wohin ich im Leben steuern möchte, was meine Berufung ist, was mir wirklich wichtig ist, was ich erfahren möchte, welche unterschiedliche Energiequalitäten es in mir gibt usw. 

 

Am Weg lachte, weinte, entspannte, beruhigte, energetisierte, kräftigte, nährte, … ich mich.

 

Ich sah viel Neues, erkundete neue Landschaften, blieb an Stellen stehen oder sitzen, wo es mich hinzog. Dadurch hörte ich meine Herzens-Stimme klarer und lauter. 

 

Letztens fing ich im Wald an zu tanzen und zu singen. Grundlegend fühle ich mich zu Fuß fröhlich und wie Ich Selbst. Schnell bin ich im Einklang mit der Natur und fühle mich selbst wie ein Teil der Natur. Ich gehe raus und bin zuhause.

 

Ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrung machen darf und setze jeden meiner Schritte noch bewusster.

 

Dadurch nehme ich Vieles mit, um meine Berufung zu leben, Entscheidungen bewusst zu treffen und mich am Weg besser zu beobachten.

Danke für die Manifestation eines Jugend-Traumes, der auch wieder ein Ende fand.

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